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Österreich-Tag bei europaweiter Friedensinitiative für die Ukraine

Österreichische Bischöfe standen Freitagfrüh Gottesdiensten für den Frieden im Rahmen einer Aktion des Rats der europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) vor - Erzbischof Lackner: Betende Hände müssen helfende Hände sein - Zahlreiche Friedensgebete in Österreich am 24. Februar

'Lichtermeer aus Solidarität mit der Ukraine' der Caritas am Wiener Stephansplatz, 20. Februar 2025

 

Erzbischof Franz Lackner zelebrierte Freitagfrüh im Salzburger Dom gemeinsam mit Vertretern des Domkapitels und dem Rektor der ukrainischen griechisch-katholischen Gemeinde St. Markus, Vitaliy Mykytyn, die Kapitelmesse im Zeichen des Friedens. Die Messe fand im Rahmen einer europaweiten Initiative statt, die vom Rat der europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) für die Fastenzeit 2026 ausgerufen wurde. Bis Ostern feiert täglich zumindest ein Vertreter einer Ortskirche einen Gottesdienst mit der Bitte für einen "unbewaffneten und entwaffnenden" Frieden in der Ukraine, im Heiligen Land und in der ganzen Welt.

 

Erzbischof Lackner ging am Beginn der Liturgie auf die dramatische Lage der Zivilbevölkerung in Kiew und anderen Städten der Ukraine ein. Und er fügte hinzu: "Bitten wir den Herrn innig um Frieden für jene, die in Krieg und Not ausharren müssen." Der Erzbischof und Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz erneuerte auch seinen Aufruf: "Betende Hände müssen auch helfende Hände sein! Helfen wir also dort, wo keine Infrastruktur mehr funktioniert, auf dass die Menschen nicht erfrieren und verhungern müssen."

 

In derselben Intention wie Erzbischof Lackner feierten am Freitagmorgen auch der steirische Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl im Grazer Franziskanerkloster und der Wiener Weihbischof Franz Scharl im Stephansdom die Morgenmessen.

 

In der Erzdiözese Salzburg wird mit einer speziellen Kollekte am Sonntag, 22. Februar, für die Not leidende Bevölkerung der Ukraine gesammelt. Die Spenden kommen den von der Caritas Ukraine und weiteren kirchlichen Initiativen durchgeführten Hilfsmaßnahmen zugute. (Spenden: Caritasverband der Erzdiözese Salzburg, Raiffeisenverband Sbg, IBAN AT11 3500 0000 0004 1533, Verwendungszweck: Ukrainehilfe)

 

Am 24. Februar lädt die Salzburger ukrainisch-katholische Gemeinde gemeinsam mit der Salzburger "Pro Oriente"-Sektion um 18 Uhr zu einem ökumenischen Friedensgebet in die St.-Markus-Kirche am Ursulinenplatz. Bereits um 17 Uhr startet eine Lichterprozession vom Mirabellplatz zur St.-Markus-Kirche.

 

Die CCEE-Gebetsaktion wurde mit einem Gottesdienst am Aschermittwoch in Albanien eröffnet. Österreich war nach Belgien als drittes Land an der Reihe. Am Samstag folgt Belarus. Die Aktion wird u.a. auch in der Ukraine (13. u. 31. März bzw. 1. April) und in Russland (21. März) durchgeführt. Deutschland ist am 2. März, die Schweiz am 28. März an der Reihe. Den Schlusspunkt setzt Ungarn am 2. April.

 

Zahlreiche Friedensgebete in Österreich

 

Am 24. Februar, dem Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine, finden in Österreich eine Reihe von ökumenischen Friedensgebeten für die Ukraine statt; so etwa um 14.30 Uhr im Wiener Stephansdom. Dem Gebet werden u.a. der Wiener Weihbischof Franz Scharl und Ostkirchen-Generalvikar Yuriy Kolasa vorstehen. Ihre Teilnahme zugesagt haben u.a. der Apostolische Nuntius Erzbischof Pedro López Quintana, der armenisch-apostolische Bischof und Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich Tiran Petrosyan, der griechisch-orthodoxe Metropolit Arsenios (Kardamakis) und sein Weihbischof Maximos (Rudko), der syrisch-orthodoxe Chorepiskopos Emanuel Aydin oder auch der Generalsekretär der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE), Mario Fischer.

 

In Eisenstadt wird der Martinsdom am 24. Februar den ganzen Tag über in den ukrainischen Nationalfarben Blau und Gelb beleuchtet. Die Domkirche ist ganztägig zum Innehalten und persönlichen Gebet geöffnet. Um 12 Uhr lädt Bischof Ägidius Zsifkovics zu einem Friedensgebet. Um 18 Uhr findet im Martinsdom das Konzert "Klänge für den Frieden" statt. Es spielt das Saitenensemble der Familie Tulyuk aus der Ukraine, um musikalisch ein Zeichen der Solidarität und des Friedens zu setzen, wie es vonseiten der Diözese Eisenstadt heißt.

 

Im Alten Dom in Linz findet um 17.30 Uhr ein ökumenisches Friedensgebet statt. Gestaltet wird es von der Gemeinde der Seelsorgestelle "Hl. Josaphat" der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche im Gebiet der Diözese Linz. Bischof Manfred Scheuer wird am Gebet teilnehmen. "Wir möchten der Opfer des Krieges gedenken, für alle Leidtragenden beten - für Verwundete, Vertriebene, Verschleppte und Gefangene, besonders für die Kinder, für jene, die ihre Angehörigen verloren haben, und für alle Verstorbenen. Unser gemeinsames Gebet soll ein sichtbares Zeichen christlicher Hoffnung, geschwisterlicher Verbundenheit und gelebter Solidarität sein", so Andrii Kityk, Seelsorger der Seelsorgestelle "Hl. Josaphat".

 

Um 18 Uhr findet auf dem Linzer Hauptplatz eine stille Solidaritätskundgebung statt - ein Zeichen des Zusammenstehens mit dem ukrainischen Volk. Dieser Teil der Veranstaltung wird vom Verein "Point of Ukraine" gestaltet. Dort werden unter anderem Kerzen entzündet - im Gedenken an die Verstorbenen und als Ausdruck der Hoffnung auf Frieden. Im Rahmen des Abends wird auch eine Sammlung zur Unterstützung von Familien in Kiew durchgeführt, die besonders von der winterlichen Kälte betroffen sind.

 

In Innsbruck laden die Diözese und die ukrainisch-katholische Gemeinde Tirol schon am Sonntag, 22. Februar, um 18.30 Uhr in den Jakobsdom zu einem Friedensgebet. Bischof Hermann Glettler wird daran teilnehmen.

 

In Kärnten gibt es zudem seit 2023 wöchentliche ökumenische Friedensgebete in der Klagenfurter Heiligengeist-Kirche (Heiligengeistplatz). Jeweils freitags um 15 Uhr laden die Katholische Kirche Kärnten, die Evangelische Kirche Kärnten-Osttirol und die Altkatholische Kirche in Kärnten zum 15-minütigen Innehalten und Gebet für den Frieden ein, das wöchentlich jeweils von einem Vertreter/einer Vertreterin einer anderen christlichen Kirche inhaltlich gestaltet wird.

 

 

Quelle: kathpress (20.02.2026)

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