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Krautwaschl: Neuer Papstbrief ermutigt zum Engagement für Bildung

Österreichischer "Bildungsbischof" zum neuen Apostolischen Schreiben von Leo XIV.: "Eine Aufforderung an die Gesellschaft, sich der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen bewusst zuzuwenden"

Der österreichische 'Medienbischof' beim Jour Fixe des Verbandes der Katholischen Publizistinnen und Publizisten am 10. September 2025 in Wien

 

Eine Ermutigung für alle Menschen, die sich in den vielfältigen Aspekten der Bildung engagieren, ist für den Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl das am Dienstag vom Vatikan veröffentlichte neue Apostolische Schreiben von Papst Leo. "Zugleich ist es eine Aufforderung an die Gesellschaft, sich der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen bewusst zuzuwenden, damit die Menschen einander als Schwestern und Brüder begegnen und somit Frieden werde", erklärte Krautwaschl, der in der Österreichischen Bischofskonferenz zuständiger Referatsbischof für "Bildung" ist, in einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur Kathpress.

 

Der Papst betone den "Globalen Bildungspakt", den sein Vorgänger Franziskus ins Leben gerufen hat, sowie "die von ihm hinzugefügten Prioritäten der Innerlichkeit, des rechten Gebrauchs der digitalen Möglichkeiten und der Erziehung zum rechten Gebrauch von Sprache, um sich verständigen und Brücken bauen zu können", so der Grazer Bischof: "Ich hoffe, dass dieses Schreiben dazu motiviert, die Bedeutung der Bildung neu zu bedenken."

 

Das vom Vatikan nur auf Italienisch veröffentlichte Papst-Dokument trägt den Titel "Disegnare nuove mappe di speranza" (deutsch: "Neue Landkarten der Hoffnung zeichnen"). Papst Leo fordert darin unter anderem die katholischen Bildungseinrichtungen auf, sich aktuellen technischen und gesellschaftlichen Herausforderungen zu stellen und ihre Traditionen weiterzuentwickeln. Die katholische Kirche ist weltweit der größte Träger von nichtstaatlichen Bildungseinrichtungen.

 

Anlass für das Schreiben ist der 60. Jahrestag des Konzilsdokuments über die christliche Erziehung, das 1965 unter dem Titel "Gravissimum educationis" erschien. Papst Leo XIV. beschreibt in seinem aktuellen Schreiben die derzeitige Bildungslandschaft als "komplex, fragmentiert und digitalisiert". Deshalb sei es klug, sich auf die vielfältige Tradition christlicher Bildung zu besinnen. Sie könne die Zeichen der Zeit erkennen und die Einheit von Vernunft und Glaube, von Denken und Leben bewahren.

 

 

Quelle: kathpress (28.10.2025)

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