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Bischofskonferenz würdigt Herbert Schambeck

Bischof Scheuer betont als Vize-Vorsitzender der Bischofskonferenz Verdienste Schambecks um das Staat-Kirche-Verhältnis und sein öffentliches Zeugnis als Christ und Politiker

 

 

Bischof Manfred Scheuer hat namens der Österreichischen Bischofskonferenz den am Montag verstorbenen Prof. Herbert Schambeck für sein Wirken als Laienchrist, Politiker und Wissenschafter gewürdigt. "Als hervorragender Kenner der Katholischen Soziallehre, der Rechtsphilosophie und der Naturrechtslehre wollte Herbert Schambeck die Gesellschaft prägen und dem Gemeinwohl dienen", sagte der Stellvertretende Vorsitzende der Bischofskonferenz am Dienstag im Interview mit Kathpress. "In seinem langjährigen politischen Wirken hat sich Prof. Schambeck sehr dafür eingesetzt, das Verhältnis von Staat und Kirche in Österreich positiv zu gestalten", betonte der Bischof von Linz, wo Schambeck lange Jahre akademisch gewirkt hatte.

 

Als Laienchrist in Wissenschaft und Politik habe Schambeck "die internationale Dimension von Kirche gelebt und war in diesem Sinn profiliert katholisch", so Scheuer unter Verweis auf die zahlreichen ehrenamtlichen Funktionen, die der Verstorbene im Vatikan und für den Heiligen Stuhl ausgeübt hatte. "Sein Denken war weltpolitisch und global, sein Einsatz auf dieser Ebene galt dem Frieden in der Welt." Wissenschaftlich habe sich Schambeck sehr grundlegend mit rechtsphilosophischen Fragen im Kontext der Naturrechtslehre auseinandergesetzt. Ein wichtiger Bezugspunkt sei für ihn das Lehramt der Päpste gewesen, so Scheuer. So habe sich Schambeck beispielsweise intensiv mit Papst Pius XII. befasst und darüber publiziert. "Mit seinem Leben und Wirken wollte Herbert Schambeck als Christ und Politiker auch ein öffentliches Zeugnis geben", hielt der Vize-Vorsitzende der Bischofskonferenz abschließend fest.

 

Herbert Schambeck ist am Montag im 90. Lebensjahr verstorben. Die letzte Ruhe findet der längstdienende österreichische Mandatar in Präsidialfunktion - em. Univ.-Prof.Schambeck war von 1975 bis 1997 in Präsidentenfunktionen des Bundesrates - in seiner Geburtsstadt Baden, wo er auch Ehrenbürger war. Das Requiem wird am 11. Oktober um 15 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Stephan gefeiert, anschließend findet die Beisetzung am Badener Stadtpfarrfriedhof statt.

 

 

Quelle: kathpress

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