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Lackner fordert mehr Anerkennung für Gesundheits- und Pflegeberufe

Bischofskonferenz-Vorsitzender in Sorge über Folgen der "Müdigkeit" in der anhaltenden Pandemie-Situation - Dienst der Ärzte, Pflegekräfte und Beschäftigten in Heimen, Hospizen und Pflegediensten "nicht aufzuwiegen"

 

 

Zu mehr Würdigung der Gesundheits- und Pflegeberufe angesichts der fortdauernden Corona-Pandemie hat der Salzburger Erzbischof Franz Lackner aufgerufen. Gerade in diesen Tagen gelte es "unendlich dankbar zu sein für den wertvollen, selbstlosen, zugleich schwierigen Dienst der Ärztinnen und Ärzte, der Pflegekräfte, unserer Krankenhausseelsorge sowie allen Angestellten in den Krankenhäusern, Seniorenwohnheimen, den Hospizen und dem mobilen Pflegedienst", so der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz am Montag in einer Aussendung, in der er festhielt: "Was sie in dieser Zeit leisten, ist nicht aufzuwiegen."

 

Als Anlass seiner Äußerung nannte der Erzbischof die Sorge über die wahrnehmbare "Überlastung jener, die sich für unsere Gesundheit einsetzen". Zu Beginn der Pandemie im Jahr 2020 habe es für diese Dienste noch viel Beifall und Wertschätzung gegeben. Mittlerweile habe sich die Situation jedoch stark geändert: "Wir sind zuweilen müde geworden; nicht nur erschöpft von nun beinahe zwei Jahren Pandemie; auch was unsere Anerkennung und Wertschätzung gegenüber unserem Nächsten angeht, haben wir uns zurückgezogen", warnte der Erzbischof.

 

Zugleich rief der Bischofskonferenz-Vorsitzende auch auf zu Gedanken und Gebete für "jene, deren Angehörigen und Freunde erkrankt sind, die nicht an der Seite ihrer Lieben sitzen können". Hier gelte "Kleine Zeichen vermögen Großes", wies Lackner erneut hin, und appellierte: "Üben wir uns in den uns zur Verfügung stehenden Mitteln der Wertschätzung. Sei es ein Telefonat, ein gutes Wort, ein Lächeln." Auch wenn man sich den am Sonntag begonnenen Advent heuer wohl anders vorgestellt habe, lade diese Zeit ein, "es Gott gleichzutun und wahrhaft Mensch zu werden", so der Erzbischof.

 

 

Quelle: kathpress (29.11.2021)

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