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Pfarrgemeinderäte
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Pfarrgemeinderäte: Bischöfe offen für Reformen

Bischofskonferenz lädt von 21. bis 23. Mai 2020 zu einem Pfarrgemeinderatskongress nach Saalfelden - Stärkung partizipativer Strukturen im Fokus

 

 

Die österreichischen Bischöfe laden von 21. bis 23. Mai 2020 zu einem großen Pfarrgemeinderatskongress nach Saalfelden ein. Bei der dreitägigen Veranstaltung soll über Reformen im Bereich der Pfarrgemeinderäte beraten werden, wie es in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung der Bischofskonferenz zum Abschluss ihrer Frühjahrsvollversammlung heißt. Im Grunde geht es darum, wie sich möglichst viele Menschen verantwortungsvoll in die Kirche einbringen können, um so missionarisch zu wirken. Durch transparente und partizipative Strukturen sollen zugleich auch Formen des Missbrauchs geistlicher Autorität verhindert werden. Angestoßen wurde der Reformkongress von den diözesanen Verantwortlichen für die Pfarrgemeinderäte, die auch die Vorbereitung übernehmen.

 

Pfarrgemeinderäte seien als eine Frucht des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65) Ausdruck einer synodalen Kirche, halten die Bischöfe in der Erklärung fest. In den vergangenen 50 Jahren hätten sich freilich Kirche und Gesellschaft stark gewandelt. Immer deutlicher werde, "dass eine partizipative Kirche nicht nur ihren neutestamentlichen Anfängen entspricht, sondern auch die Antwort auf die gegenwärtigen Herausforderungen ist". Nur über echte Beteiligung identifizieren sich Menschen so sehr mit dem Evangelium, dass ihr Leben und Wirken überzeugend, anziehend und somit auch missionarisch sei, so die Bischöfe und weiter wörtlich:

 

"Wenn heute in der Kirche auch wegen mangelnder Partizipation erschreckende Formen des Missbrauchs geistlicher Autorität sichtbar werden, dann müssen partizipative und transparente Strukturen umso mehr gestärkt werden."

 

Die Bischöfe führen in ihrer Erklärung auch gleich einige konkrete Fragen an, über die es zu beraten gilt:

 

"Welche Rolle können und sollen Pfarrgemeinderäte angesichts der gegenwärtigen Veränderungsprozesse in den kirchlichen Basisstrukturen haben? Nach welchen Kriterien sollen künftig Pfarrgemeinderäte gewählt und bestellt werden? In welchen Bereichen gilt es die Beteiligung so weit zu stärken, dass aus einem beratenden Gremium ein entscheidendes wird? Wer soll künftig den Vorsitz in einem Pfarrgemeinderat führen?"

 

Von den österreichweit aktuell rund 45.000 Mitgliedern der Pfarrgemeinderäte sind rund 30.000 direkt gewählt, die anderen wurden ernannt oder sind qua ihres Amtes/ihrer Funktion Mitglieder. (Infos: www.pfarrgemeinderat.at)

 

 

Quelle: kathpress (22.03.2019)

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