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Bischofskonferenz gründet Kommission für Weltreligionen

Vorsitzender Bischof Freistetter: Kirche begegnet der These des unvermeidlichen Konflikts der Religionen mit der "Praxis des Dialogs der religiösen Menschen"

 

Die österreichische Bischofskonferenz hat eine "Kommission Weltreligionen" eingerichtet. Das hat der für die Thematik in der Bischofskonferenz zuständige Militärbischof Werner Freistetter in einer Aussendung am Dienstag bekannt gegeben. 21 Frauen und Männer wurden in dieses neue Expertengremium berufen, das am vergangenen Freitag im Salzburger Bildungshaus St. Virgil zum ersten Mal tagte. "Der religionskritischen These vom unvermeidlichen Konflikt der Religionen setzen wir die Praxis des Dialogs der religiösen Menschen entgegen. Dafür braucht die Bischofskonferenz die Erfahrung und Ideen dieser Kommission", begründete Bischof Freistetter als Kommissionsvorsitzender den Schritt.

 

Mitglieder der Kommission sind Vertreter der Diözesen sowie Experten aus Caritas, Erwachsenenbildung, Kategorialseelsorge, Medien und Schule. Ihre Aufgabe ist es, Referatsbischof Freistetter und die ganze Bischofskonferenz zu beraten und die diözesanen Verantwortlichen für den interreligiösen Dialog zu vernetzen und zu unterstützen.

 

Inhaltliche Leitlinie für das Wirken der Kommission seien die dafür maßgeblichen kirchlichen Dokumente, allen voran die Konzilserklärung "Nostra aetate". Weiters wolle man konkrete Fragen wie das gemeinsame Feiern religiöser und staatlich-gesellschaftlicher Anlässe wie auch Fragen des Gemeinsamen der in Österreich lebenden verschieden religiösen Menschen behandeln, heißt es in der Aussendung. Einmal jährlich soll eine öffentliche Tagung zu einem aktuellen Thema des Religionsdialogs veranstaltet werden. In ähnlicher Weise wurde bereits am vergangenen 1. März die Frage "Religion und Staat: Trennung-Kooperation-Vereinnahmung" behandelt.

 

 

Quelle: kathpress (04.07.2017)

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