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Jakob Bürgler ist neuer Diözesanadministrator

 

 

Das Konsultorenkollegium der Diözese Innsbruck wählte den Osttiroler und bisherigen Generalvikar zum Diözesanadministrator für die Zeit der Sedisvakanz

 

Jakob Bürgler (48) leitet ab sofort als Diözesanadministrator die Diözese Innsbruck in der Zeit der Sedisvakanz, bis der Papst einen neuen Bischof ernennt. Die Wahl des bisherigen Generalvikars erfolgte am Montagnachmittag (19. Jänner) durch das Konsultorenkollegium der Diözese. Sie war mit dem Wechsel von Bischof Manfred Scheuer von Innsbruck nach Linz notwendig geworden, der sein Amt in Oberösterreich am Sonntag übernahm und damit gleichzeitig die Leitung seiner bisherigen Diözese abgab. Der neue Diözesanadministrator dankte für das mit der Wahl entgegengebrachte Vertrauen. "Die Atmosphäre beim Zusammentreffen des Kollegiums stimmt mich sehr zuversichtlich und ist Zeugnis für die Bereitschaft, gemeinsam die Monate der Vakanz gut zu bewältigen," so Bürgler nach der Wahl.

Der Innsbrucker Diözesanadministrator wies darauf hin, dass die Kirche in einer starken und fordernden Umbruchszeit stehe. Umso wichtiger sei es, "mit allen Kräften positiv auf Menschen und deren Lebenswelt zuzugehen." Bürgler dankte ausdrücklich Bischof Scheuer: "Er hat mir in den vergangenen zehn Jahren sein Vertrauen entgegengebracht und viele Lernschritte ermöglicht."

Bürgler hat als Diözesanadministrator Rechte und Pflichten, die denen eines Diözesanbischofs ähnlich sind. Allerdings darf er während der Sedisvakanz keine weitreichenden Verfügungen treffen bzw. Veränderungen schaffen, die die Rechte bzw. Gestaltungsfreiheit des zukünftigen Bischofs einschränken würden. Das Amt des Diözesanadministrators endet mit dem Amtsantritt des neuen Bischofs.

In Österreich gab es zuletzt vor knapp einem Jahr einen ähnlichen Vorgang in der Diözese Graz-Seckau, nachdem am 28. Jänner 2015 Papst Franziskus das Rücktrittsgesuch von Bischof Egon Kapellari angenommen hatte. In der Folge wählte das grazer Domkapitel den damaligen Generalvikar Heinrich Schnuderl zum Diözesanadministrator.

Seelsorger und Generalvikar
Jakob Bürgler wurde am 13 August 1967 in Lienz geboren. Er besuchte dort die Volksschule und den neusprachlichen Zweig des BG und BRG Lienz. Nach der Matura 1985 studierte Bürgler bis 1992 Theologie an der Universität Innsbruck, wo er das Studium abschloss. 1992 arbeitete Bürgler als journalistischer Mitarbeiter bei der Kirchenzeitung der Diözese Innsbruck. Anschließend lebte und arbeitete er für ein knappes Jahr bei der ökumenischen Communauté de Taizé in Frankreich.

Erste seelsorgliche Erfahrungen sammelte Jakob Bürgler in den Pfarren Längenfeld (1987/1988) und Hall (1993/1994). Nach seiner Priesterweihe am 12. Juni 1994 im Innsbrucker Dom durch den Innsbrucker Bischof Reinhold Stecher war er zwei Jahre Kooperator in St. Nikolaus in Hall in Tirol und von 1996 bis 2005 Pfarrer in St. Martin in Wängle/Höfen und Pfarrmoderator in Lechaschau. In all den Jahren wirkte er auch als Religionslehrer an mehreren Volksschulen.

Bürgler wurde mit 1. September 2005 von Bischof Manfred Scheuer mit den Aufgaben des Generalvikars der Diözese Innsbruck betraut. In dieser Funktion war er nun mehr als zehn Jahre der persönliche Stellvertreter des Bischofs in allen Verwaltungsaufgaben und als Leiter des Bischöflichen Ordinariats der Personalchef aller Angestellten der Diözese.

Zugleich war Bürgler auch geschäftsführender Vorsitzender des Priesterrates der Diözese Innsbruck, dessen Mitglied er seit 1998 war. Er war Mitglied und engagierte sich im Pastoralrat und in diversen Gremien der Diözese Innsbruck. Er ist zudem Herausgeber der diözesanen Kirchenzeitung "Tiroler Sonntag". Am 11. Jänner 2007 wurde er von Papst Benedikt XVI. als Päpstlicher Ehrenkaplan (Monsignore) in die Päpstliche Familie aufgenommen.

 

Quelle: kathpress

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