Kirchenstatistik: Austritte gingen 2025 deutlich zurück

Wien, 23.09.2016 (KAP) Die Österreichische Bischofskonferenz hat am Mittwoch die Kirchenstatistik für das Jahr 2025 veröffentlicht. Die Katholikenzahl in Österreich ist demnach im letzten Jahr wieder leicht zurückgegangen, insgesamt aber weitgehend stabil. So gab es mit Stichtag 31. Dezember 2025 genau 4.488.101 Katholikinnen und Katholiken in Österreich (2024 waren es laut amtlicher Statistik 4.557.471). Die Zahl der Kirchenaustritte ist gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen, die Statistik weist zugleich stabile Zahlen bei den Gottesdienstbesuchern aus. Das Engagement der ehrenamtlichen Laien in der Kirche ist ebenfalls stabil, ebenso die Gesamtzahl der Priester und hauptamtlichen Bediensteten.
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2025 traten insgesamt 66.930 Personen aus der Katholischen Kirche aus. Damit ist die Zahl der Kirchenaustritte gegenüber 2024 einmal mehr zurückgegangen (2024: 71.531; 2023: 85.163, 2022: 90.975). Maßgebliche Faktoren für den Rückgang der Katholikenzahl sind jedoch nicht nur das Verhältnis von Austritten zu Kircheneintritten, sondern vor allem auch von Taufen zu Sterbefällen und von Zuzügen zu Wegzügen.
2025 wurden 5.449 Personen in die Kirche wieder oder neu aufgenommen. Das ist eine Steigerung gegenüber 2024, als sich die Zahl auf 5.154 Personen belief. ( 2023: 4.575, 2022: 4.771)
Zur Zahl an Personen, die der Katholischen Kirche beitreten, müssen auch jene hinzugezählt werden, die sich im Erwachsenenalter (ab 14 Jahren) taufen lassen. Hier weist die amtliche Statistik für 2025 359 Erwachsenentaufen aus. Das ist ebenfalls eine Steigerung (2024: 255, 2023 208, 2022: 226).
447 Personen machten zudem 2025 von ihrem Recht auf Widerruf Gebrauch. Damit sind Menschen gemeint, die zunächst ihren Austritt erklärt hatten, nach einem Kontakt mit kirchlichen Verantwortlichen und innerhalb einer Dreimonatsfrist aber wieder Abstand von diesem Schritt nahmen. 2024 konnte die Kirche 453 Widerrufe verzeichnen, 2023 waren es 579, 2022 634.
Gottesdienstbesuche stabil
Ganz leicht gesunken bzw. weitgehend stabil ist 2025 die Zahl der Gottesdienstbesuche. An den beiden Zählsonntagen wurden 359.561 bzw. 378.278 Mitfeiernde gezählt. 2024 waren es 366.210 bzw. 378.797 Mitfeiernde, 2023 321.821 bzw. 347.891 und 2022 309.000 bzw. 366.000. Dazu kommt noch rund eine halbe Million Menschen, die in Österreich jeden Sonntag den Gottesdienst über Fernsehen, Radio oder Internet mitfeiert.
Taufen, Trauungen, Begräbnisse
Die Zahl der Taufen lag 2025 bei 35.259. Das ist ein leichter Rückgang gegenüber 2024 (36.705). 2023 waren es noch 39.488, 2022 gar 45.706. Die Zahl der Taufen ist rückläufig. Dies hängt auch mit dem Rückgang der Geburtenzahl in Österreich zusammen.
Auch die Zahl der Trauungen ist zurückgegangen. 6.678 Paare ließen sich 2025 kirchlich trauen (2024: 7.537, 2023: 8.228, 2022: 9.5039: 2022 dürfte noch ein gewisser coronabedingter "Nachzieheffekt" spürbar gewesen sein.
Die Zahl der Begräbnisse betrug 2025 47.995, etwas mehr als im Jahr zuvor (2024: 47.353), aber deutlich weniger als in den Jahren 2023 (50.900) und 2022 (54.525). (Das dürfte auch mit dem allgemeinen Rückgang der Sterbefälle in Österreich zusammenhängen. Im Jahr 2025 starben in Österreich laut Statistik Austria 87.902 Personen, 2024 waren es rund 88.500.)
Erstkommunionen und Firmungen
2025 konnten 42.322 Erstkommunionen verzeichnet werden. Das ist ein Rückgang gegenüber 2024 (45.685). 2023 waren es 45.132, 2022 46.728. Die Zahlen sind über einen längeren Zeitraum betrachtet tendenziell leicht rückläufig, was vorrangig auf demografische Gründe zurückzuführen ist.
Was für die Erstkommunionen gilt, gilt auch für die Firmungen. 2025 gab es 38.955 Firmungen (2024: 39.677, 2023: 38.122, 2022: 41.204).
Priester, Diakone, Ordensleute
Die Zahl der in Österreich wirkenden Priester betrug 2025 laut der amtlichen Statistik 3.171. Damit ist die Zahl wieder leicht gesunken (2024: 3.269, 2023: 3.320, 2022: 3.403).
Die aktuelle Gesamtzahl für 2025 setzt sich aus 1.566 Diözesanpriestern, 447 ausländischen Priestern und 1.158 Ordenspriestern zusammen. Die Zahl der Diözesanpriester sinkt über die Jahre leicht (2024: 1.619, 2023: 1.649, 2022: 1.692). Die Zahl der ausländischen Priester ist relativ stabil (2024: 457, 2023: 456, 2022: 485). Die Zahl der Ordenspriester ist leicht gesunken (2024: 1.193, 2023: 1.215, 2022: 1.226).
Zu den angeführten Zahlen kommen noch weitere 150 Diözesanpriester aus Österreich, die in anderen Ländern der Welt ihren priesterlichen Dienst ausüben. Diese Zahl ist recht konstant (2024: 145, 2023: 153, 2022: 145).
Leicht gestiegen ist die Zahl der Ständigen Diakone, von denen die amtliche Statistik für 2025 777 aufweist. 2024 waren es 763, 2023 753 und 2022 767. Die Zahl der Ständigen Diakone ist über die Jahre stabil.
Die Zahl der Ordensbrüder ist mit 328 im Vergleich zu 2024 (333) geringfügig gesunken. 2023 gab es noch 340 Ordensbrüder, 2022 359.
Aus den vorliegenden Daten für 2025 ergibt sich, dass die Zahl der Ordensmänner - Ordensbrüder und Ordenspriester - beständig leicht abnimmt: 2025: 1.486, 2024: 1.526, 2023: 1.555, 2022: 1.585)
Für die Ordensfrauen in Österreich weist die Statistik 2025 2.412 Schwestern aus. Auch die Zahl der Ordensfrauen nimmt beständig leicht ab (2024: 2.591, 2023: 2.721, 2022: 2.828).
Die statistische Auswertung zu den Ordensangehörigen ist insofern mit Vorbehalt zu betrachten, als sich Ordensprovinzen oft über mehrere Länder erstrecken und die Zuordnung einzelner Ordensmitglieder zu bestimmten Ländern nicht einfach ist.
Hauptamtliche Laien im pastoralen Dienst
1.398 Frauen und Männer - hauptamtliche Laien - waren 2025 im pastoralen Dienst der Kirche tätig. Das ist ein leichter Rückgang im Vergleich zu 2024 (1.463). Die Zahl ist aber über die Jahre recht stabil (2023 1.409, 2022: 1.414; 2021: 1.473, 2020: 1.455). Zu den hauptamtlich Mitarbeitenden in der Seelsorge fallen etwa Pastoralassistentinnen und -assistenten, Gemeindeleiterinnen und Gemeindeleiter oder auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in speziellen Berufsfeldern wie der Krankenhausseelsorge. Insgesamt gibt es eine deutliche Mehrheit der Frauen in den betreffenden Berufsfeldern. 903 Frauen stehen 495 Männern gegenüber.
Im Detail ergibt sich für 2025 folgendes Bild: Diözese Eisenstadt: 25 Frauen und 18 Männer; Feldkirch: 50 Frauen und 26 Männer; Graz-Seckau: 131 Frauen und 61 Männer; Diözese Gurk: 62 Frauen und 26 Männer; Diözese Innsbruck: 119 Frauen und 52 Männer; Diözese Linz: 266 Frauen und 110 Männer; Erzdiözese Salzburg: 71 Frauen und 63 Männer; Diözese St. Pölten: 66 Frauen und 44 Männer; Erzdiözese Wien: 113 Frauen und 95 Männer.
Ehrenamtliches Engagement und Seelsorgestrukturen
In der Statistik ausgewiesen ist auch das ehrenamtliche Engagement in der Vorbereitung auf die Sakramente. Die Statistik verzeichnet für 2025 12.367 Begleiterinnen und Begleiter bei der Erstkommunion. Das ist mehr als 2024 (12.061). Diese Kennzahl ist in den vergangenen Jahren gestiegen (2023: 11.767, 2022: 11.562). Bei den Firmhelferinnen und Firmhelfern gab es 2025 mit 7.352 ebenfalls eine Steigerung (2024: 6.934, 2023: 6.840, 2022: 6.813).
Von Stabilität geprägt ist das österreichweit nach wie vor sehr dichte Netz von Pfarrgemeinden: Die Statistik weist für 2025 4.290 Pfarren uns sonstige kirchliche Seelsorgestellen aus. 2024 waren es 4.167, 2023 4.184 und 2022: 4.286).
Katholikenzahlen der Diözesen
Die am Mittwoch veröffentlichte amtliche Kirchenstatistik 2025 weist neben den österreichweiten Gesamtzahlen auch die Daten für die heimischen Diözesen im Einzelnen aus:
| Erzdiözese Wien |
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2025 gab es in der Erzdiözese Wien 1.020.384 Katholiken (2024: 1.039.055). 16.854 Personen traten aus der Kirche aus (2024: 17.797). Zugleich konnten 1.241 Neu- und Wiedereintritte verzeichnet werden (2024: 1.076). Weiters meldete die Erzdiözese 86 Widerrufe. (2024: 42). |
| Diözese Linz |
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Die Diözese Linz hatte zum Stichtag 31. Dezember 2025 insgesamt 855.045 Katholiken und Katholikinnen (2024: 868.650). 12.676 Personen traten aus der Kirche aus (2024: 12.713). 898 Personen traten 2025 wieder oder neu in die Kirche ein (2024: 1.030). 93 Personen haben ihre Austrittserklärung widerrufen (2024: 94). |
| Diözese Graz-Seckau |
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In der Diözese Graz-Seckau gehörten 720.661 Personen im Jahr 2025 der Katholischen Kirche an (2024: 726.832). 11.039 Personen traten 2025 aus der Kirche aus (2024: 12.881). Gleichzeitig konnten 1.295 Wieder- und Neueintritte verzeichnet werden (2024: 1.150). 82 Personen widerriefen ihren Austritt (2024: 120). |
| Diözese St. Pölten |
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434.033 Katholiken hatten mit Jahresende 2025 ihren Hauptwohnsitz in der Diözese St. Pölten (2024: 441.330). 6.256 Katholiken sind im vergangenen Jahr aus der Kirche ausgetreten (2024: 6.681). Des Weiteren sind 240 Wieder- und Neueintritte zu verzeichnen (2024: 407), sowie 24 Widerrufe (2024: 26). |
| Erzdiözese Salzburg |
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In der Erzdiözese Salzburg betrug die Gesamtzahl der Katholiken mit Stichtag 31. Dezember 2025 416.979 (2024: 423.599). 6.680 Personen haben die Kirche verlassen (2024: 6.926), 514 sind wieder oder neu eingetreten (2024: 477). 44 Personen machten vom kirchlichen Angebot des Widerrufs Gebrauch (2024: 64). |
| Diözese Gurk |
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2025 waren 320.276 Kärntnerinnen und Kärntner katholisch (2024: 325.461). Im Jahr 2025 sind 3.881 Personen aus der Katholischen Kirche ausgetreten (2024: 4.561). Es gab zudem 2025 495 Aufnahmen in die Katholische Kirche durch Wiederein- und Übertritte (2024: 440). 42 Personen widerriefen im Jahr 2025 ihren Austritt (2024: 35). |
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Diözese Innsbruck |
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Die Diözese Innsbruck zählte 2025 341.329 Katholiken (2024: 346.763). 4.421 Personen verließen die Kirche (2024: 5.266). Die Zahl der Eintritte belief sich 2025 auf 397 (2024: 332). 40 Personen widerriefen ihren Austritt (2024: 39). . |
| Diözese Feldkirch |
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2025 verzeichnet die Diözese Feldkirch 203.741 Katholiken (2024: 207.933). 3.357 Personen sind 2025 aus der Kirche ausgetreten (2024: 3.856). Zugleich konnten 227 Neu- und Wiedereintritte registriert werden (2024: 139). 25 Personen widerriefen ihren Austritt (2024: 17). |
| Diözese Eisenstadt |
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175.653 Katholiken gehören mit Jahresende 2025 der Katholischen Kirche im Burgenland an (2024: 177.848). Die Diözese Eisenstadt vermeldet für das vergangene Jahr 1.758 Austritte (2024: 1.850). 142 Personen wurden neu oder wieder in die Kirche aufgenommen (2024: 103). 11 Widerrufe wurden für 2024 gemeldet (2024: 16). |



