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Glettler: "Christo-Logik des Kreuzes ist heilsam für die Welt"

Innsbrucker Bischof predigt am letzten Tag der Vollversammlung der Bischofskonferenz im Kloster Laab im Walde

 

 

Im Zentrum der kirchlichen Mission muss die christliche Botschaft vom Kreuz sein, die provoziert und gleichzeitig heilsam wirkt. Das unterstrich der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler am Donnerstagmorgen bei der Messe mit den österreichischen Bischöfen im Kloster Laab im Walde. Der Gedenktag des heiligen Willibrord mache Grundprinzipien für das missionarische Wirken der Kirche deutlich, so der Bischof. Er ermutigte dazu, mehr auf die oft vordergründig verstörende Verkündigung vom Kreuz Jesu zu vertrauen. Gleichzeitig brauche man die Bereitschaft, vertrautes Territorium zu verlassen, und Offenheit für die Begegnung mit dem noch unbekannten Gegenüber.

 

Es sei zu vermuten, dass der angelsächsische Missionar Willibrord in Friesland nicht nur mit irischer Lebensweisheit oder keltischen Sprüchen auftrat, sondern dass er vielmehr das Evangelium Jesu in einer kraftvollen Weise verkündete. Das Wort vom Kreuz habe in der Folge Kultur verändert. "Ich frage mich selbstkritisch, ob sich unsere Verkündigung nicht oft in schönen Beschwichtigungen und netten Worten erschöpft", so Glettler unter Verweis auf die Tageslesung aus dem Paulusbrief. So sei den dort genannten Heiden das Kreuz "damals und heute immer nur als eine Dummheit, ein unlogischer Schwachsinn" erschienen.

 

Das Kreuz lasse sich nicht harmonisieren und der Glauben sei auch nicht logisch, "aber er ist christo-logisch. Das Kreuz Jesu bricht mit der Logik und Klugheit unserer Welt. Die Verkündigung des Kreuzes Jesu muss provozieren! Sie fordert heraus, weil sie die falschen Versprechungen und totalitären Glücksverheißungen aufdeckt - sie entlarvt die Lügen von einem leidfreien und immer nur lustigen Leben", so der Bischof.

 

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Wer auf diese Logik des Kreuzes in der Weitergabe des Glaubens vertraue, könne auch mit bestärkenden Zeichen rechnen: "Es entsteht ein neues Sprechen und eine neue Freiheit, die immun macht gegen das Gift der Bosheit und der Verleumdung. Und Heilung ist möglich", so Glettler unter Verweis auf die Erfahrungen der Apostel und so vieler Missionare.

 

Die Herbstvollversammlung der Bischofskonferenz endet am Donnerstag zu Mittag. Über die Ergebnisse wird Kardinal Christoph Schönborn im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitag, 8. November, um 10 Uhr (Club Stephansplatz 4, Stephansplatz, 1010 Wien) informieren.

 

 

Quelle: kathpress (07.11.2019)

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