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Freistetter: Jesusnachfolge meint Freiheit im Dienst für andere

Militärbischof predigt bei Vollversammlung der Bischofskonferenz, die noch bis Donnerstag dauert

 

 

Wer Jesus nachfolgen will, wird zum Dienst für andere befreit. Auf diesen tieferen Sinn der radikalen Forderungen Jesu Christi für die Jüngerschaft hat Militärbischof Werner Freistetter unter Bezug auf das Tagesevangelium hingewiesen. Anders als allgemein üblich würde Jesus nicht mit positiven Versprechungen, sondern mit harten Bedingungen Menschen einladen, ihm nachzufolgen. Der geforderte Verzicht auf familiäre Bindungen und auf Besitz, den Jesus selbst vorgelebt habe, sei jedoch ein Mittel zu einem höheren Ziel: dem "Dienst für andere in Freiheit", so Freistetter bei der Messe mit den Mitgliedern der Bischofskonferenz am Mittwochmorgen im Kloster Laab im Walde (NÖ.).

 

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Wer Christus nachfolgen wolle, solle sich daher - wie von ihm gefordert - gründlich prüfen, bewusst entscheiden und dabei auf Gott vertrauen. Die Indienstnahme durch Jesus sei eine lebenslange Aufgabe, und zu ihr gehöre auch die Bereitschaft, sein Kreuz zu tragen. Aus eigener Erfahrung könne er aber sagen: "Der Dienst für ihn und mit ihm bedeutet Glück und Freude", so Freistetter, der seit Juli zusätzlich als Apostolischer Administrator interimistisch die Diözese Gurk leitet. Bischöfen sei viel Geld und Gut anvertraut, so Freistetter weiter. Das Tagesevangelium mache deutlich, "dass wir es nicht besitzen, sondern das uns anvertraute Gut treu zum Dienst für die Menschen verwalten sollen."

 

Als Militärbischof werde er immer wieder von Grundwehrdienern gefragt, weshalb Militärseelsorger einen Offiziersrang hätten, berichtete Freistetter. Seine Antwort darauf sei:

 

"Der Seelsorger braucht den Offiziersrang nicht für sich, sondern für die Soldaten, damit er ihren Anliegen in einem hierarchischen System wie dem Militär auch bei denen Gehör gerade verschaffen kann, die die Seelsorge nicht so schätzen."

 

Dieses Beispiel aus der Militärseelsorge mache deutlich, dass der Dienst für andere das entscheidende Kriterium sein müsse.

 

Nachdem am Dienstagnachmittag alle diözesanen Caritasdirektoren an den Beratungen des Episkopats teilgenommen hatten, setzten die Bischöfe ihre Tagung am Mittwoch im Kloster der Barmherzigen Schwestern im Wienerwald fort. Für Nachmittag war der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Pedro Lopez Quintana, als Teilnehmer angekündigt.

 

Die Herbstvollversammlung der Bischofskonferenz endet am Donnerstag zu Mittag. Über die Ergebnisse wird Kardinal Christoph Schönborn im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitag, 8. November, um 10 Uhr (Club Stephansplatz 4, Stephansplatz, 1010 Wien) informieren.

 

 

Quelle: kathpress (06.11.2019)

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Hier finden Sie die Presseerklärungen der Vollversammlungen der Bischofskonferenz seit 1991 im Wortlaut.

 

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