Erzbischof Zollitsch in Wien
Wien-Freiburg (KAP) Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch, wird am kommenden Samstag, 12. September, die diesjährige Wallfahrt der Donauschwaben auf dem Wiener Kahlenberg leiten. Die traditionelle Wallfahrt, die heuer bereits zum 27. Mal stattfindet, beginnt um 14 Uhr mit einem Rosenkranzgebet beim Bildstock in der Nähe des Schönstatt-Zentrums auf dem Kahlenberg. Im Anschluss feiert Erzbischof Zollitsch mit den Donauschwaben den Gottesdienst im Schönstatt-Heiligtum.
Erzbischof Zollitsch stammt selbst aus einer donauschwäbischen Familie. Er wurde 1938 in Filipovo in der Vojvodina im damaligen Königreich Jugoslawien geboren. Nach der vom titoistischen Regime angeordneten Vertreibung kam die Familie 1946 nach Baden-Württemberg. Zollitsch studierte Theologie und trat in das Priesterseminar ein, 1965 wurde er in Freiburg zum Priester geweiht. 2003 ernannte Johannes Paul II. Zollitsch zum Erzbischof von Freiburg. Die deutschen Bischöfe wählten ihn 2008 auch zum Vorsitzenden ihrer Bischofskonferenz.
Gottesdienst in der Nordrandsiedlung
Am Sonntag, 13. September, lädt die Pfarre Maria Himmelfahrt in der Wiener Nordrandsiedlung zu einem "Fest der Begegnung". Erzbischof Zollitsch wird dabei um 10 Uhr den Festgottesdienst zelebrieren. In der Nordrandsiedlung in Wien-Leopoldau leben bis heute zahlreiche donauschwäbische und siebenbürgische Flüchtlinge und deren Nachkommen.
In der Nordrandsiedlung waren 1955 die ersten Häuser für donauschwäbische Vertriebene in Wien entstanden. Auch vertriebene Priester hatten damals mitgeholfen, dass ihre Landsleute am Wiener Stadtrand eine neue Heimat finden konnten. Ein aufgeschlossener Pfarrer - Msgr. Hartwig Balzen - sorgte dafür, dass das "Miteinander" zwischen Alteingesessenen und den Flüchtlingen möglich wurde. Die Schönstatt-Schwester Hilga baute hier den Pfarrkindergarten auf. Ihr Wunsch war es, dass Erzbischof Zollitsch in dieser Pfarre den Gottesdienst feiert. Der Besuch des Freiburger Erzbischofs soll als "Fest der Begegnung" gestaltet werden.
Während seines Wien-Besuchs wird Zollitsch auch mit Kardinal Christoph Schönborn zu einem Gespräch zusammentreffen.