Bitte um Rücknahme der Ernennung
Wagner betont, dass das Ersuchen um Rücknahme der Ernennung aus freien Stücken erfolgt
Linz-Vatikanstadt, 15.2.09 (KAP) Der ernannte Linzer Weihbischof Gerhard M. Wagner hat um "Rücknahme" seiner Ernennung gebeten. Dieser Bitte wurde vom Heiligen Stuhl entsprochen.
"Im Gebet und nach Rücksprache"
Wagner hatte am Sonntagabend den Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz gebeten, folgende Stellungnahme an die Medien zu übermitteln:
"Angesichts der heftigen Kritik bin ich im Gebet und nach Rücksprache mit dem Diözesanbischof zu dem Entschluss gekommen, den Heiligen Vater um Rücknahme meiner Ernennung zum Weihbischof von Linz zu bitten".
"Zum Wohl der Diözese"
Der Rücktritt von Gerhard M. Wagner sei "im Interesse und zum Wohl der Diözese Linz" erfolgt, sagte der oberösterreichische Diözesanbischof Ludwig Schwarz im Gespräch mit "Kathpress".
Wagner: "Rücktritt geschah aus freien Stücken"
Der designierte Linzer Weihbischof Gerhard Wagner hat betont, dass sein Rücktritt aus freien Stücken erfolgt sei. Wie Wagner am Montag im ORF-"Morgenjournal" betonte, habe er "von Anfang an" nach der Ernennung "Widerstand gespürt", "auch auf sehr oft unbarmherzige und lieblose Weise". Er habe sich oft die Frage gestellt, was er persönlich tun solle und vor allem, was gut sei für die Kirche. Das habe schließlich zur Entscheidung geführt, "dass ich gesagt habe, ich gebe den Auftrag an den Papst zurück".
Er sei nun "sehr erleichtert", "innerlich frei" und "glücklich" über diese Entscheidung, "wenngleich ich weiß, es gibt andere, die darüber nicht glücklich sind".
Zu seiner persönlichen Zukunft erklärte Wagner, er wolle weiterhin in seiner Pfarre tätig sein: "Ich bin bisher Pfarrer in Windischgarsten gewesen und werde auch in Zukunft Pfarrer in Windischgarsten sein".
Er habe sich dort "bisher gefreut" und freue sich jetzt auch wieder, sich "dieser Aufgabe ganz widmen zu können".